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Die Preisträger von München

Festival

Donnerstag - 26. Juni 2008 - 14:59

Das Leben in der Provinz, ein Narrenspiel, die Glücklichen und ein mysteriöser Unbekannter: Der Förderpreis Deutscher Film zeichnete vier junge Talente des Deutschen Films aus. Zum 20. Mal zeichnete der renommierte Nachwuchspreis, gestiftet von der HypoVereinsbank, Bavaria Film und Bayerischer Rundfunk, junge Talente des Deutschen Films aus, deren Filme beim Filmfest München uraufgeführt werden.

Neunzehn junge Filmemacher hatten die Chance, dreizehn kamen in die engere Wahl und wurden nominiert… aber nur vier von ihnen konnten den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Preis erhalten. Die Jury bildete in diesem Jahr die Schauspielerin FRITZI HABERLANDT, der Regisseur und Förderpreisträger von 2006 MARCUS H. ROSENMÜLLER und der Produzent CHRISTIAN BECKER.

Der "Förderpreis Deutscher Film Regie", dotiert mit 30.000 Euro, geht anTimo Müller für "Morscholz" (Produktion Klappboxfilme Krummacher & Müller/HFF München)

Morscholz ist ein Heimatfilm der besonderen Art, mit minimalen finanziellen Mitteln und maximalen Engagement gedreht. "Ein Film, dessen Szenen nachhaltig in Erinnerung bleiben, der mutig sein Thema verfolgt und Kontroversen auslöst. Timo Müller ist ein Regietalent, auf dessen weitere Filme wir gespannt sein können", so die Begründung der Jury.


Der "Förderpreis Deutscher Film Drehbuch", dotiert mit 10.000 Euro, geht an Heiko Martens für "Narrenspiel" (Produktion HFF Potsdam-Babelsberg mit Arte).

Beziehungsdrama im Wohnmobil. "Eine Geschichte mit überraschenden Wendungen, ein Drehbuch, das die permanente unheilvolle Stimmung fast physisch erlebbar werden lässt, ein interessantes Konstrukt, das überzeugt", so die Jury über das Drehbuch von Heiko Martens.


Der "Förderpreis Deutscher Film Schauspiel weiblich", dotiert mit 5.000 Euro, geht an Susanne Wolff für ihre Rollen in "Das Fremde in mir" und "Die Glücklichen".

Aus der Begründung der Jury: "Eine junge Mutter, die feststellt, dass sie ihr Baby nicht lieben kann, und die unnahbare gelangweilte Schöne mit dem Wunsch auszubrechen – zwei kontrovers angelegte Persönlichkeiten, die von Susanne Wolff überzeugend und glaubhaft dargestellt werden".


Der "Förderpreis Deutscher Film Schauspiel männlich", dotiert mit 5.000 Euro, geht an Markus Tomczyk für seine Rolle in "Braams".

Regisseur Sven Taddicken hat ein Faible für den Nachwuchs und nach dem Förderpreis 2005 für Jördis Triebel, die in dem Taddicken Film "Emmas Glück" überzeugte, nun Marcus Tomczyk in seinem Fernsehfilm "Braams". Ein mysteriöser Unbekannter, innerlich zerrissen, schizophren, liebenswürdig und hintergründig. Marcus Tomczyk gelingt es, die zwei Gesichter einer Persönlichkeit glaubwürdig und lebensnah darzustellen", so die Jury in ihrer Begründung.

Der "Förderpreis deutscher Film" wurde am Mittwoch, 25. Juni, um 19:00 Uhr im HVB Forum verliehen. Die prominenten Laudatoren, die der Bayerische Rundfunk, der die Preisverleihung zeitversetzt übertrug, gewonnen hat, sind die Schauspielerinnen Gesine Cukrowski und Caroline Herfurth und ihr Kollege Götz Otto.

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