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Drehbuchpreise für 2008 und 2009 vergeben.

Filmpreise

Samstag - 07. Februar 2009 - 01:56

Staatsminister Bernd Neumann hat heute die Deutschen Drehbuchpreise für 2008 und 2009 vergeben. In seiner Rede zur Preisverleihung im Rahmen des Berlinale-Empfangs des Verbands Deutscher Drehbuchautoren betonte er: "Gute Stoffe sind unerlässlich für bewegende, unvergessliche Filme. Daher ist mir die Förderung kreativer Drehbuchautoren ein besonderes Anliegen. Dass die Drehbuchförderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sehr erfolgreich ist, zeigt der diesjährige Berlinale-Wettbewerbsfilm ‚Alle anderen‘ von Maren Ade, der eine BKM-Drehbuch- und Produktionsförderung erhalten hatte und von der BKM-Autorenberatungsstelle betreut worden war.

Weitere Verbesserungen für die Drehbuchförderung hat das zu Jahresbeginn in Kraft getretene neue Filmförderungsgesetz erbracht. Die Mittel der Filmförderungsanstalt hierfür wurden deutlich erhöht. Und auch inhaltlich wurde die Drehbuchförderung in enger Abstimmung mit dem Verband Deutscher Drehbuchautoren optimiert. Nun kann nicht nur das fertige Drehbuch, sondern auch die Erstellung eines Treatments gefördert werden. Um zu verhindern, dass gute und qualifizierte Autoren vom Kinofilm zum Fernsehen abwandern, können erfahrene Drehbuchschreiber nun auch ohne Produzenten Anträge stellen."

Den Deutschen Drehbuchpreis 2008 erhielt Klaus Krämer für sein unverfilmtes Drehbuch "Das zweite Leben des Häuslers Stocker". Das auf der Grundlage von Oskar-Maria Grafs Kurzgeschichte "Das Gelübde" entstandene Drehbuch erzählt die Lebensgeschichte des Häuslers Stocker, der im ländlichen Bayern ein Leben voller Armut und tiefer Schicksalsschläge führt. Nach seinem Tod und der wundersamen Wiederauferstehung ergreift er die Chance, sein Leben grundlegend zu verändern. - Klaus Krämer wurde 1964 in Gosheim geboren und lebt in Berlin. Er absolvierte eine Ausbildung zum Technischen Zeichner, arbeitete als Regieassistent und studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Für sein unverfilmtes Drehbuch "Katte" wurde der Deutsche Drehbuchpreis 2009 an den Autor Johannes Reben vergeben. Darin wird die packende Geschichte des jungen Friedrich von Preußen erzählt, der in einer autoritären Zeit den Versuch unternimmt, die eigene Sexualität sowie die beginnende Aufklärung zu leben. - Johannes Reben wurde in Recklinghausen geboren. Er studierte Italienisch, Literatur und Kunstgeschichte sowie Schauspiel an der Hochschule für Film in Rom. Unter anderem arbeitete er als Schauspieler, Dramaturg und Regisseur am Theater.

Bisher ist der Deutsche Drehbuchpreis gemeinsam mit dem Innovationspreis des BKM verliehen worden. Um Drehbuchautoren angemessen zu würdigen, wird die Auszeichnung nun in einer eigenen Veranstaltung verliehen. Zudem wurde die Preisvergabe in den Zeitraum der Berlinale verlegt und mit dem Empfang des Verbands der Deutschen Drehbuchautoren verbunden. Wegen der zeitlichen Verschiebung wurden in diesem Jahr zeitgleich die Preise für 2008 und 2009 vergeben. Somit gehen keine Fördermöglichkeiten für die Drehbuchautoren verloren. Der Deutsche Drehbuchpreis ist als Förderpreis mit je 30.000 Euro dotiert, wovon 25.000 Euro zweckgebunden für die Herstellung eines neuen Drehbuchs mitkünstlerischem Rang zu verwenden sind.

Die Auszeichnungen wurden von der "Jury Deutscher Drehbuchpreis" vorgeschlagen. Der diesjährigen Jury gehörten Prof. Thomas Bauermeister (Vorsitzender), Prof. Peter Henning, Gernot Krää, Henriette Piper, Susanne Schneider und Bettina Woernle an.

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