Am Sonntag ging nach fünf spannenden Tagen das zwölfte japanische Filmfestival Nippon Connection zu Ende. Über 16.000 Besucher sahen sich 142 Kurz- und Langfilme und 34 Rahmenprogramms-veranstaltungen an und sorgten für viele ausverkaufte Vorstellungen. Der krönende Abschluss des letzten Festivaltages war die feierliche Verleihung der Festivalpreise. Der NIPPON CINEMA AWARD ging in diesem Jahr an THE WOODSMAN AND THE RAIN von Shuichi OKITA, eine Komödie über das Filmemachen und eine ungewöhnliche Freundschaft. Die Zuschauer des Nippon Connection Filmfestivals konnten aus 18 Wettbewerbsfilmen ihren Favoriten auswählen. Bereits zum achten Mal wurde der mit 2.000 € dotierte Preis vom Bankhaus Metzler gestiftet.
Der Trailer zum Nippon Connection Festival:
Im Wettbewerb um den NIPPON VISIONS AWARD überzeugte THE SOUND OF LIGHT von Juichiro YAMASAKI die internationale Jury. Das berührende Familiendrama überzeugte durch seine eindringliche Bildsprache und Atmosphäre. Der Preis wurde zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit derJapan Visualmedia Translation Academy (JVTA) vergeben. Der Regisseur erhält eine Untertitelung seines nächsten Filmprojekts. Die Jurymitglieder Chris MaGee (Toronto J-Film Pow-Wow / Shinsedai Cinema Festival), Regisseurin Yonghi YANG und Andreas Platthaus (FAZ) sprachen außerdem eine lobende Erwähnung für den Dokumentarfilm FUKUSHIMA: MEMORIES OF A LOST LANDSCAPE von Yojyu MATSUBAYASHI aus, der das Schicksal der Betroffenen der Dreifachkatastrophe vom März 2011 schildert.
Zum ersten Mal wurde beim diesjährigen Festival der VGF NIPPON IN MOTION AWARD verliehen. In Kooperation mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt wurden Filme zum Thema “Nippon in Motion” gesucht, die eine Länge von 12 Sekunden nicht überschreiten und auch ohne Ton verständlich sind. Via Facebook stimmten die Fans des Festivals für “Koi-Man” von Micaela Fonseca aus Portugal. Für ihre Stopmotion-Animation mit Origamifiguren, die dem Videospielklassiker Pac-Man nachempfunden ist, erhielt sie einen Scheck über 250 €.
Zum Abschluss lief der schon auf der Berlinale ausgezeichnete Film OUR HOMELAND von Yonghi YANG, die ihren Film persönlich vorstellte. Die koreanischstämmige Regisseurin setzt in ihrem Spielfilmdebut eigene Kindheitserfahrungen in eine bewegende Familiengeschichte um.