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Home | Filmförderung

Die FBW-Prädikate

7 X BW -

Filmförderung

Mittwoch - 16. Mai 2012 - 16:16

Prädikatisierte Filme erhalten Steuervergünstigungen und werden aufgrund des Gesetzes über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (FFG) finanziell gefördert. Die Filmbewertungsstelle (FBW) hat einem Langfilm, zwei Dokumentarfilmen und vier Kurzfilmen das Prädikat BESONDERS WERTVOLL vergeben.

Die Prädikate:

Prädikat besonders wertvoll

DER LORAX
Prädikat besonders wertvoll | Animationsfilm; Kinderfilm, USA 2012

In Thneedville leben die Bewohner sorgen- und vor allem keimfrei ein angenehmes Leben. Die frische Luft der Stadt kommt abgezapft aus der Flasche, denn echte Bäume gibt es schon lange nicht mehr. Dabei braucht der Junge Ted gerade dringend einen Baum, um seiner Angebeteten Audrey zu imponieren. Seine Großmutter schickt ihn zu dem Once-ler, einem Eigenbrötler außerhalb der Stadt, der Schuld daran hat, dass die Bäume verschwunden sind. Und mit ihnen auch der Lorax, Wächter des Waldes und Beschützer der Natur. Kann Ted die Bäume zurück nach Thneedville holen? Die Verfilmung des berühmten Kinderbuchs von Dr. Seuss ist ein kunterbunter Spaß schon für die kleinen Kinozuschauer.

Dokumentarfilme des Monats

DIE WOHNUNG
Prädikat besonders wertvoll | Dokumentarfilm, Deutschland; Israel 2011

Am Anfang steht eine Wohnung in Tel-Aviv. Arnon Goldfingers Großmutter hat darin gewohnt, bis zu ihrem Tod. Alles, was jetzt noch bleibt, sind Andenken und gesammelte Schätze. Beim Durchsuchen der Habseligkeiten fallen Arnon Briefe und Dokumente auf, die nicht in das Bild passen, welches er von seinen Großeltern hatte. Doch was genau wusste Arnon überhaupt über sie? Und welche Geheimnisse haben sie jahrelang still gehütet, weil keiner den Mut hatte, nachzufragen? Der Filmemacher Arnon Goldfinger startet mit dieser Dokumentation eine persönliche Suche nach den eigenen Wurzeln. Dabei tauchen Erkenntnisse auf, die ihm auch nach monatelanger Recherche noch unglaublich erscheinen und mehr Fragen aufwerfen als beantworten...


CINEMA JENIN
Prädikat besonders wertvoll | Dokumentarfilm, Deutschland; Israel 2012

Vor langer Zeit gab es in der palästinensischen Stadt Jenin im Westjordanland ein Kino. Der Ort im Zentrum der krisenerschütterten Stadt war Begegnungsstätte für Menschen, unabhängig von Alter oder Staatsangehörigkeit. Doch seit dreißig Jahren ist das Kino geschlossen. Zusammen mit Freunden aus Jenin und Helfern aus der ganzen Welt macht sich der Dokumentarfilmer Marcus Vetter nun auf, das Kino wieder zu eröffnen. Dabei stehen ihm immer wieder behördliche Maßnahmen, Verhandlungsschwierigkeiten mit den Eigentümern und nicht zuletzt die Ängste der Menschen vor neuen terroristischen Angriffen im Weg. Doch der Wunsch nach Frieden und einem Ort der Hoffnung ist stärker.

Kurzfilme des Monats

AUF ANFANG
Prädikat besonders wertvoll | Drama; Kurzfilm, Deutschland 2012

Es ist ein Jahr her, seitdem der 18jährige Jonas den Krebs besiegt hat. Doch noch immer lauert die Gefahr der tückischen und grausamen Krankheit. Regelmäßige Nachuntersuchungen und Tests stehen an der Tagesordnung, sie reißen Jonas immer wieder zurück in die Spirale der Krankheit und der ewigen Angst vor den Ergebnissen. Ein normaler Alltag, den er sich sehnlichst wünscht, ist so nicht möglich. Bis Jonas eines Tages eine einsame und radikale Entscheidung trifft. Es sind eigene Erlebnisse, die der Regisseur und Autor Philipp Lutz in seinem Film verarbeitet. Durch diese Perspektive eines Betroffenen sowie das unglaublich intensive Spiel von Hauptdarsteller Lennart Betzgen wird das ganze Ausmaß einer solch schlimmen Krankheit spürbar. Ohne jeden Kitsch, Pathos oder Rührseligkeit berührt dieser Film und lässt dem Protagonisten am Ende vor allem eines: Würde und das Recht auf Selbstbestimmung.


EIN HUND NAMENS PIT
Prädikat besonders wertvoll | Animationsfilm; Kurzfilm, Deutschland 2012

Pit ist ein Hund. Seinen Namen hat er bekommen, weil er ein Pitbull ist. Herrchen hat ihn eigentlich geholt, um anderen Leuten mit Pits Gekläffe und dem Zähnefletschen Angst zu machen. Doch Pit ist lieb, treu und vor allem herrlich gemütlich. Genau wie sein Herrchen. Doch wenn Herrchen manchmal von der Arbeit kommt, ist er laut und böse und droht damit, Pit wegzugeben. Was kann der kleine Hund nur machen, um Herrchen zu besänftigen? In einer fantasievollen Kombination aus Legetrick, Video-Aufnahmen und Fotocollage erschafft Sebastian Peterson einen reizvollen Animationsfilm, der mit einer originellen Idee und einer positiven Botschaft überzeugt. Eine warme Sprecherstimme und ein verdientes Happy End für Pit und sein Herrchen schaffen eine entzückende Geschichte, die schon kleinsten Zuschauern gefallen wird.


SCHATTENBOX
Prädikat besonders wertvoll | Animationsfilm; Kurzfilm, Deutschland 2009

Am Anfang ist da eine Schachtel. Eine junge Frau öffnet sie und es offenbart sich ihr Innerstes. Ängste, Träume, die Suche nach dem Ich, alles versteckt sich, zeigt sich, wandelt sich. Das Innere wird nach außen gekehrt. Die Schachtel schließt sich wieder. In ihrer grafischen Zeichnung spielt Regisseurin Moana Vonstadl mit Formen, Licht und Schatten. Das zentrale Thema der Suche nach sich selbst setzt sie in poetischen und symbolischen Bildern um und unterlegt es mit einer Musik, die fast hypnotisierend wirkt. Poetisch, sinnlich und wunderschön.


HALTLOS
Prädikat besonders wertvoll | Drama; Kurzfilm, Deutschland 2012

Sie macht ihrem Sohn das Frühstück. Sorgsam und liebevoll legt sie alles zurecht, was er gerne mag. Er ist ihr Sohn und sie würde alles für ihn tun. Weil sie ihn liebt. Doch heute ist alles anders als sonst. Denn sie weiß, was er getan hat. Und sie will wissen warum, sucht den Kontakt zu ihm. Über eine sehr persönliche Ebene wird in dem 12minütigen Film von Tim Dünschede ein Einblick in das komplexe Thema Jugendgewalt gewährt. Die ganze Hilflosigkeit der Mutter, die erfährt, dass ihr Sohn ein Täter ist, wird in einer kammerspielartigen Szene verhandelt, ergreifend und eindringlich gespielt von Michaela Wiebusch. Dabei wird nie der moralische Zeigefinger erhoben, nie verurteilt. Es geht um Fragen, denen sich Eltern stellen müssen, wenn das eigene Kind den Halt verliert. Eine Antwort kann oftmals niemand geben. Doch aufhören zu fragen sollte man nicht.



DER FBW-Trailer:




Quelle: FBW - Deutsche Film- und Medienbewertung

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