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NaturVision Filmfestival in Ludwigsburg

NaturVision krönt seine Sieger

Festival

Sonntag - 08. Juli 2012 - 16:26

Jedes Jahr werden beim NaturVision Filmfestival rund 160 Filme aus über 15 Ländern eingereicht. Die Dokumentationen greifen brisante Umweltthemen auf, bewahren Bilder verschwindender Landschaften, bringen uns Tiere näher und werben unermüdlich für Nachhaltigkeit und einen sorgsamen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen. Doch obwohl diese Filme einen so wichtigen Bereich der Medienkultur ausmachen, stehen sie nur selten im Rampenlicht. Die Preise, die NaturVision einzelnen Filmen verleiht, stehen deshalb stellvertretend für eine Würdigung des gesamten Genres.

Den Großen NaturVision Filmpreis erhält LIFE SIZE MEMORIES von Klaus Reisinger und Frédérique Lengaigne. Die beeindruckend fotografierte Dokumentation aus Österreich beschäftigt sich mit dem Schicksal domestizierter Elefanten in Asien. In der Jury-Begründung heißt es: „Bildrhythmus, O-Töne und Musik sind präzise aufeinander abgestimmt, der Kommentar aufs Äußerste beschränkt: Unaufdringlich aber wirksam - der Betrachter fühlt sich mit jedem Bild mehr hineingezogen. Bedrückend und gleichzeitig faszinierend, wie Klaus Reisinger und Frédérique Lengaigne uns die Misere des Asiatischen Elefanten miterleben lassen.“

Den Deutschen NaturVision Filmpreis erhält die Dokumentation SÄCHSISCHE SCHWEIZ aus der Reihe „Wildes Deutschland“, in der bewegende Geschichten aus einem der kleinsten Nationalparks Deutschlands erzählt werden.

Mit dem NaturVision Kamerapreis wird ein Film ausgezeichnet, der mit poetischen Bildern die Weite der bolivianischen Salzwüste einfängt. Die Jury sagt über die Kameraarbeit Philip Flämings in DIE WEISSE WÜSTE UYUNI: „Mit sicherem Gespür und Augenmaß komponiert er seine auf geringer Schärfentiefe und extremen Weitwinkeleinstellungen basierenden Bilder. Er überbringt damit dem Fernsehzuschauer einen Sehgenuss, wie es dieser sonst nur vom Kino her kennt.“

Vor dem Hintergrund eindrucksvoller Landschaftsbilder dokumentiert der Preisträgerfilm in der Kategorie „Umwelt und Nachhaltigkeit“ RAISING RESISTANCE den Widerstand der Kleinbauern Paraguays gegen die Gen-Soja Industrie.

Ein großes Anliegen von NaturVision ist es, Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern und ihre Eigeninitiative in Umweltbelangen zu fördern. Der erste Preis in der Kategorie „Kinder- und Jugendfilm“ erhält deshalb mit SOS SEVAN ein Film, in dem jugendliche Umweltschützer mit ihrer Videokamera sehr engagiert der Frage nachgehen, warum der armenische Sevansee immer mehr an Wasserqualität verliert.

Im Nachwuchs- und Amateurbereich siegte ein moderner Heimatfilm, der viel Raum zum Nachspüren und für Phantasie bietet: GROSSMUTTER UND DER WOLF.

Um sechs Kategorien konnten sich die Filmemacher bewerben die siebte - der Publikumspreis – steht erst kurz vor der feierlichen Preisverleihung fest.

Zusätzlich gab es aber für die Filmemacher am Samstagabend zwei Überraschungspreise: Die Jury lobt einen Ehrenpreis für Alexander von Bismarck aus. Er ist der Protagonist des Films UNDERCOVER GEGEN DIE HOLZMAFIA, der dokumentiert, wie ungeheuer engagiert und mutig von Bismarck versucht, den illegalen Holzfällern und ihren Hintermännern auf die Spur zu kommen.

Und auch die Stadt Ludwigsburg, die sich selbst intensiv für Umwelt- und Nachhaltigkeit einsetzt, stellte spontan einen Preis: Ausgezeichnet mit dem „Sonderpreis der Stadt Ludwigsburg“ wird der Film BOTTLED LIFE, der der Kommerzialisierung von Wasser durch die Firma Nestlé nachgeht. Die Stadt begründet ihre Entscheidung mit den Worten: „Der Film nähert sich dem brisanten Thema in einer unaufdringlichen aber intensiven Weise, die im Zuschauer lange nachwirkt. Der Film sensibilisiert mit wunderbaren Bildern, ganz ohne Schockeffekte und reißerische Kommentare. Ein gelungener Film über die gesellschaftliche Herausforderung, eine globale Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu sichern.“

Das NaturVision Filmfestival fand 2002 das erste Mal im Bayerischen Wald statt. Nach zehn Jahren erfolgreicher Festivaltätigkeit wird es nun erstmals im Baden-Württembergischen Ludwigsburg ausgerichtet, unterstützt unter anderem von den Medienpartnern NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND, natur und der Ludwigsburger Kreiszeitung. Vier Tage lang wUrden im Kulturzentrum der Stadt und im Kino Caligari hochkarätige Dokumentationen zu Natur- und Umweltthemen gezeigt.


Quelle: www.natur-vision.de/de/filmfestival-ludwigsburg.html

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