Alle Artikel von Roland Zag

  • Blade Runner 2049

    In erster Linie geht es dem Film um Einsamkeit. Für das Gefühl jener existenziellen inneren Verlorenheit, welche in unserer westlichen Welt immer mehr zunimmt, findet...

  • Es

    Dass der Horrorfilm mit untergründigen, verborgenen kollektiven Ängste operiert, ist eine Binsenweisheit. Ein Film wie ES muss schon präzise benennen, um welche Ängste es sich...

  • Körper und Seele (Teströl és Lélekröl)

    Filmisches Erzählen gleicht oft dem Kartenspiel: am Ende sind es die Asse in der Hinterhand, mit denen man wirklich punkten kann. Viele Filme erweisen ihre...

  • High Society

    Über Jahrzehnte hinweg wurde der deutsche Film – oft in abwertendem Kontext – auf die angeblich typischen ‚Beziehungskomödien’ reduziert. Davon kann heute kaum mehr die...

  • Die göttliche Ordnung

    Neben den großen Erfolgen von Filmen, die sich dramaturgisch längst nicht mehr an die gängigen Normen halten („Moonlight“, „The Revenant“, „Dunkirk“ usw.), hat das Erzählen...

  • Bullyparade – Der Film

    Die phänomenale Breitenwirkung Bully Herbigs verdankt sich in erster Linie dem inspirierten ‚Schuh des Manitu’ aus dem Jahre 2002. Er erzählte eine im Prinzip klassische,...

  • Dunkirk

    Das Auffälligste an dem Film ist das Verhältnis zwischen Erzählzeit und Realzeit. Dass drei Geschichte parallel erzählt werden, ist keinesfalls ungewöhnlich – dass diese aber...

  • Das Pubertier

    Wer ein chaotisches und unruhiges Lebensgefühl beschreibt, darf ruhig auch chaotisch und unruhig erzählen. „Das Pubertier“ steckt dramaturgisch voller Überraschungen und Stilbrüche. Da verliert sich...

  • Maria Mafiosi

    Den Potenzialen einer filmischen Geschichte nähert man sich am besten von zwei Seiten: Zum einen geht es darum, Konflikte und die Dilemmata des zweiten Akts...

  • Alien Covenant

    Das Alleinstellungsmerkmal der ersten „Alien“ Filme bestand einst in einer fulminant INNERLICHEN Zuschauerwirkung. Die Bedrohung war allgegenwärtig, und vor allem deshalb so schrecklich, weil man...

  • Jahrhundertfrauen

    Bisweilen begegnen wir Filmen, die uns die Begrenztheit der standardisierten dramaturgischen Regelwerke lustvoll vor Augen führen. War 2016 „L’Avenir“ („Alles was kommt“) ein Fall, wo...

  • Einsamkeit und Sex und Mitleid

    Der Ensemblefilm wird vielerorts als Königsdisziplin der Dramaturgie gehandelt: gilt es doch, die Aufmerksamkeit der Zuschauer in diesem Fall auf zwölf annähernd gleich wichtige Figuren...

  • Rückkehr nach Montauk

    Wenn schon mit den ersten Worten klar wird, worum es geht, ist das fürs filmische Erzählen eine ideale Steilvorlage. MAX (Stellan Skarsgaard) formuliert unmittelbar zu...

  • Tiger Girl

    Wer sich auf die Absicht des bewusst ‚amoralischen’ Erzählgestus dieses Films einlässt, für den wirken viele Voraussetzungen überzeugend. Der Wertekonflikt zwischen der zunächst noch überangepassten...

  • Die andere Seite der Hoffnung

    Um die dramaturgische Strategie des ganzen Films zu verstehen, genügt, das letzte Bild des Films und seine Wirkung auf den Zuschauer zu betrachten: Der syrische...

  • Die Schöne und das Biest

    Der gleichnamige Film von Jean Cocteau aus dem Jahr 1946 ging zwar in die Kinogeschichte ein; einen wirklichen Millionenhit hätte man dem Stoff aber nicht...

  • Lommbock

    Man kann nicht anders, als dieses Sequel des Erfolgsfilms „Lammbock“ von 2001 in Vergleich zu „Trainspotting 2“ zu setzen. Die Parallelen sind offensichtlich. Nicht nur...

  • Wilde Maus

    Es gibt zwei Möglichkeiten, sich dem Film zu nähern. Man kann „Wilde Maus“ entweder als eine Reihung und Variierung einiger wirkungsvoll komödiantischer Auseinandersetzungen mit dem...

  • Moonlight

    Die Kraft dieses Filmes geht unter anderem auch von all dem aus, was er NICHT zeigt. „Moonlight“ ist ein Paradebeispiel für die Wirkungsmacht der Reduktion....

  • Der junge Karl Marx

    Eigentlich verwunderlich, dass die intensive und extrem folgenreiche Freundschaft zwischen den beiden Vordenkern des Marxismus noch nie im Kino zu sehen war! Schließlich wirken die...