Beide Nachwuchspreise des Deutschen Kamerapreis an HMS-Sudenten


Joe Berger und Felix Striegel, Absolventen der Hamburg Media School (HMS) haben am Wochenende die beiden Nachwuchspreise des Deutschen Kamerapreises gewonnen. Sie wurden damit für ihre Kameraarbeit der Filme „Cigarbox Blues“ und „Watu Wote – All of us“ ausgezeichnet. Mit den Kurzfilmen schlossen die beiden ihr Masterstudium an der HMS ab. Erstmalig gingen gleich beide Auszeichnungen für Nachwuchstalente an HMS-Absolventen. Die von der Film- und Medienstiftung NRW sowie von Panasonic gestiften Preise sind mit jeweils 5000 Euro dotiert.

Am Samstagabend wurde in Köln zum 27. Mal der Deutsche Kamerapreis verliehen. Die beiden Kameramänner Joe Berger und Felix Striegel, beides Master-Absolventen der HMS, konnten die Jury mit ihren Werken „Cigarbox Blues“ und „Watu Wote – All of us“ überzeugen und sind jeweils mit einem Nachwuchspreis des Deutschen Kamerapreises ausgezeichnet worden. „Für mich als Kameramann sind die Struktur der HMS, das großzügige Budget, der einmalige Support der Branche und die Unterstützung dutzender motivierter, ehrenamtlicher Filmschaffender, die uns diesen Film ermöglicht haben, ein einmaliges Geschenk gewesen. Der deutsche Kamerapreis ist für mich eine große Anerkennung meiner Arbeit und ein großer weiterer Schritt in meiner Karriere“, freute sich der Preisträger Joe Berger.

„Cigarbox Blues“ handelt von dem Sänger und Gitarristen Derek. Als dieser nach einem Selbstmordversuch in einer Psychiatrie aufwacht, lernt er den naiven Adam kennen, seinen größten Fan und Alptraum. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft.
„Watu Wote – All of us“ erzählt die Geschichte einer Christin, die sich nach der Ermordung ihrer Familie auf eine mehrtägige Busreise begibt. Als Al-Shabaab Milizen den Bus überfallen und einige Insassen erschießen, schützen die muslimischen Mitreisenden die christliche Frau und fordern die Terroristen heraus. Preisträger Felix Striegel war es ein besonderes Anliegen, einen fiktionalen Film mit Bildern zu erzählen, der real aber nicht rein dokumentarisch wirken sollte. „Gleichzeitig war es meine Absicht „mittendrin“ zu sein, nah am Geschehen und vor allem mit „Jua“ der christlichen Protagonistin unter lauter Muslimen zu sein.“ Dass ihm dies gelungen ist, zeigt die Begründung der Jury: „Sehr großen Anteil an der Eindringlichkeit der Darstellung hat Striegels Kameraarbeit. Er lässt seine Kamera nie ruhen, sie wirkt fast reportagehaft und dadurch authentisch.“

Mit dem Deutschen Kamerapreis werden seit 35 Jahren Bildgestalterinnen und Bildgestalter gewürdigt. Der Preis ist heute die bedeutendste Auszeichnung der Branche im deutschsprachigen Raum und zählt zu den renommiertesten Medienpreisen überhaupt. Von Anfang an wurden besonders herausragende Leistungen von jungen Talenten mit Nachwuchspreisen geehrt.

Foto: Joe Berger,Felix Striegel Bild: WDR/Klaus Görgen

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