Das Schwein von Gaza

Das Schwein von Gaza

Der Palästinenser Jafaar lebt in Gaza und versucht, sein Geld als Fischer auf dem Mittelmeer zu verdienen. Doch das klappt eher schlecht als recht, denn statt großer Fische geht ihm meistens nur Müll ins Netz – und eines Tages sogar ein vietnamesisches Hängebauchschwein. Jafaar steht vor einem großen Problem, denn: wie soll er das Schwein wieder loswerden, wenn selbst das Berühren eines unreinen Tieres als Frevel in dem israelisch besetzten Gebiet gilt? Ausgerechnet eine Jüdin kann ihm helfen und bietet Jafaar eine Möglichkeit, mit dem Schwein sogar Gewinn zu machen: Sie zahlt ihm Geld für das Sperma des Tieres.

Das Schwein von Gaza - Plakat

DAS SCHWEIN VON GAZA besticht von Anfang an durch absurden Humor und irrwitzige Szenen, zum Beispiel wenn Jafaar das Schwein an einen deutschen UN-Beamten, einen ‘Fleischfresser’, (großartig gespielt von Ulrich Tukur) verkaufen will oder sein kläglicher Versuch, das Tier mit einer Kalaschnikow auf dem Fischerboot zu erschiessen.

Das Sperma eines unreinen Tieres führt zur Annäherung und Verständigung zwischen einer Jüdin und einem Palästinenser: Durch den nüchternen Humor der Satire, befreit der Regisseur Sylvain Estibal die filmische Skizzierung eines Völkerkonflikts von jeder Schwere. Seine Argumentation für die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern kommt ohne Moralvorschriften aus und zeigt letztendlich nicht nur die Unterschiede, sondern vor allem auch die Gemeinsamkeiten zweier Völker.

DAS SCHWEIN VON GAZA feierte seine Deutschlandpremiere 2010 auf dem Filmfest München und gewann den César für das beste Erstlingswerk.

 

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Nachdem ich an der Universität zu Köln Germanistik, Anglistik und Philosophie (Abschluss Magister Artium) mit dem Schwerpunkt Neuere Deutsche Literaturwissenschaften studiert habe, arbeite ich seit 2012 als freie Autorin/Journalistin, Texterin, Lektorin, Übersetzerin und Social Media Managerin in Hamburg. In diesem Rahmen schreibe ich u.a. für CrowdsourcingBlog, Filmzeitung.de und Textprovider. Darüber hinaus nehme ich Aufträge als Korrektorin, Redakteurin und Übersetzerin (Englisch-Deutsch) an. Ich spreche fließend Englisch, habe das Latinum und Grundlagenkenntnisse in Französisch und Spanisch. Im Oktober 2013 werde ich eine dreimonatige Hospitanz in der Redaktion der FAZ antreten. Neben meinem Studium habe ich bei der Cologne Conference – Internationales Film- und Fernsehfestival und HMR International gearbeitet und war ein Jahr als als Bloggerin und Social Media Redakteurin bei der FFP New Media GmbH angestellt. Meine Interessen sind, neben der deutschen und englischen Sprache, der digitale Journalismus, Literatur, Theater und Film sowie die Entwicklungen der Neuen Medien und der neuen digitalen Arbeitswelt.

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