Debüt-Spielfilmpreis für den ecuadorianischen Film ALBA


Die 33. Ausgabe des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln ging gestern nach sechs Tagen erfolgreich zu Ende. Bei der Preisverleihung am Sonntagabend im Kölner Odeon Kino wurden insgesamt vier Preise mit Preisgeldern in Höhe von 16.000 Euro vergeben.

Die ecuadorianische Regisseurin Ana Cristina Barragán hatte die internationale Jury mit ihrem Erstlingswerk ALBA (Foto) überzeugt und hat den mit 10.000 Euro dotierten Preis persönlich entgegengenommen. Die Jury war mit der Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin Ana Cruz Navarro (Mexiko), der Regisseurin und Drehbuchautorin Angelina Maccarone (Deutschland) und der Produzentin und Regisseurin Marilyn Watelet (Belgien) besetzt. Sie begründeten ihre Entscheidung wie folgt:

„Ana Cristina Barragán zeichnet das intime Porträt eines Mädchens, das auf der Schwelle des Erwachsenwerdens mit dem Wunsch dazuzugehören kämpft und dem Preis, den es dafür zu zahlen gilt. Dank der kinematographischen Wucht wie auch der Zartheit bedarf es keiner erklärenden Dialoge, damit der Film unter die Haut geht. Vom ersten Moment an sehen wir die Welt radikal nur durch die Augen dieses ernsten Mädchens, wunderbar verkörpert von der jungen Macarena Arias. Barragán erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte, die weit über sich selbst hinausgeht und zu einem starken Ausdruck von Liebe wird.“

Der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis – gesponsort vom Magazin choices – stand nach Auszählung der letzten Stimmzettel fest: Der Dokumentarfilm GOD IS NOT WORKING ON SUNDAY! von Leona Goldstein lag in der Gunst des Publikums vorne. Ihre Langzeit-Dokumentation beschreibt die Transformation des Post-Genozid-Ruanda hin zu politischer Partizipation, Versöhnung und Geschlechtergerechtigkeit. Sie begleitet zwei Aktivistinnen in ihrem Engagement für sich und andere Frauen selbstbestimmte neue Räume zu schaffen. Am choices-Publikumspreis haben alle aktuellen Filme des Programms mit einer Länge von mehr als 60 Minuten teilgenommen.

Schon im Vorfeld waren die Preisträgerinnen des Nationalen Wettbewerbs für Nachwuchs-Bildgestalterinnen ermittelt worden. Ausgezeichnet wurden am Abend die Bildgestalterinnen Katharina Diessner in der Sparte Dokumentarfilm für den Film ARLETTE-MUT IST EIN MUSKEL von Florian Hoffmann und Julia Hönemann in der Sparte Spielfilm für den Film PORN PUNK POETRY von Maurice Hübner. Der Preis für die Sparte Spielfilm wird in diesem Jahr von der DFG Deutsche FilmversicherungsGemeinschaft gesponsort. Die Preise betragen jeweils 2.500 Euro. Die Jury war mit den Bildgestalterinnen Sophie Maintigneux, Bella Halben und der Vorjahres-Preisträgerin Christiane Schmidt besetzt.

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