Oberhausen: Der MuVi-Preis


1999 führten die Kurzfilmtage mit dem MuVi den weltweit ersten Festivalpreis für Musikvideos aus Deutschland ein. Hintergrund war die Beobachtung, dass Musikvideos sich mehr und mehr von der reinen Abbild- und Werbefunktion emanzipiert hatten und zur eigenständigen visuellen Form geworden waren. Inzwischen hat sich gezeigt, dass Musikvideos in der Tat ein unabhängiges Kurzfilm-Genre geworden sind, das auch den Niedergang seines Geburtshelfers, des Musikfernsehens, überlebt hat. In den Jahren seines Bestehens ist der MuVi-Preis Treffpunkt und Forum für Regisseure, Labels, Fachpresse und die Kurzfilmszene geworden – ein Ort, um Entdeckungen zu machen und entdeckt zu werden.

Das Profil des MuVi-Preises ist klar justiert: Die Kurzfilmtage plädieren für die außergewöhnliche visuelle Form. Um den MuVi-Preis herum gruppiert das Festival Rahmenprogramme wie die Auswahl der besten internationalen Clips, die den Preis seit dem ersten Jahr begleitet. Für den MuVi-Preis können Musikvideos eingereicht werden, deren Regie oder Produktion in Deutschland ansässig sind. Eine unabhängige Kommission wählt aus den Einreichungen ca. zehn Kandidaten aus, die während der Kurzfilmtage präsentiert werden und aus denen eine internationale Jury die Gewinner bestimmt.

1. Preis dotiert mit 2.000 Euro

Andreas Hofstetter für All Day (Drunken Masters feat. Tropkillaz)
Deutschland 2015, 4 Min. 01 Sek. (Foto)


2. Preis
dotiert mit 1.000 Euro

Guillaume Cailleau für Organ Movement (Elmer Kussiac)
Deutschland 2016, 11 Min. 35 Sek.


Lobende Erwähnungen

Susanne Steinmaßl für Perry (Aloa Input)
Deutschland 2016, 3 Min. 25 Sek.

Katharina Duve, Ted Gaier, Schorsch Kamerun und Timo Schierhorn für If I Were a Sneaker (Die Goldenen Zitronen)
Deutschland 2015, 5 Min. 23 Sek.


MuVi Online-Publikumspreis
ermittelt durch Abstimmung im Internet und dotiert mit 500 Euro,
gesponsert von fayteq

Jan Bonny für Boogieman (Olli Schulz)
Deutschland 2015, 7 Min. 40 Sek.

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