Die Preisträger des 30. Bundes.Festival.Film.

Am Samstagabend wurden in den Mainzer Kammerspielen die insgesamt 27 Preise (11 Hauptpreise, 16 Auszeichnungen) in den Wettbewerben Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis vergeben. Im Rahmen des Bundes.Festival.Film. fanden damit die beiden bundesweit ausgetragenen Filmwettbewerbe ihren glanzvollen Höhepunkt. Die Veranstaltung für jüngere und ältere Filmemacher gehört zu den größten und bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland.

Das Besondere am Bundes.Festival.Film. ist die Verbindung von jugendlichen Filmteams mit Filmemachern, die über 50 Jahre alt sind. Insbesondere im Wettbewerb Deutscher Generationenfilmpreis arbeiten generationenübergreifende Teams an Themen, die für beide Altersgruppen von Relevanz sind, zusammen.

Die eingereichten Filme bilden regelmäßig die ganze Bandbreite jugendkultureller und gesellschaftspolitischer Themen ab. Während des dreitägigen Festivals wurden in Mainz nun die besten 40 aus über 800 eingereichten Filmen dieses Jahrgangs geehrt. Die über 500 Festivalgäste zeigten sich beeindruckt und begeistert von der Kreativität und der Ernsthaftigkeit der Themen, die die Filmemacher im Alter zwischen 7 und 81 Jahren vorgelegt hatten.

Prominente Ehrengäste machen jungen Filmemachern Mut
Das Bundes.Festival.Film. war am Freitagmittag gestartet. Höhepunkt bildete die feierliche Preisverleihung in den Mainzer Kammerspielen, zu der auch einige ehemalige Teilnehmer und Preisträger begrüßt werden konnten, die den Sprung ins professionelle Filmgeschäft geschafft haben. Schauspieler Florian Lukas, die Regisseure Nora Fingscheidt, Felix Stienz und Sven Taddicken sowie die Drehbuchautorin Anja Flade-Kruse waren nach Mainz gekommen und zeigten sich beeindruckt von der hohen Professionalität der jungen und älteren Filmemacher.

In meiner Frühlingsrolle

Publikumspreis: “In meiner Frühlingsrolle”

Während einer Gesprächsrunde am Sonntagvormittag unter dem Titel „Perspektive junger Film“ berichteten sie über ihre Erfahrungen im Filmbereich. Einigkeit bei allen, dass die Teilnahme an den Medienwettbewerben des KJF und dem Bundes.Festival.Film. ihnen wertvolle Impulse für ihre berufliche Laufbahn geliefert und sie auf ihrem Weg dorthin maßgeblich unterstützt hatten. Florian Lukas: „Man braucht Möglichkeiten wie das Bundes.Festival.Film., damit man als Filmemacher ein Feedback bekommt, ob man mit seinen Erzählungen den Nerv des Publikums getroffen hat – ob die Filme Bedeutung für die Zuschauer haben.“

Die Veranstalter zeigten sich besonders zufrieden damit, dass ein wesentlicher Konzeptgedanke des Wanderfestivals – gemeinsam mit wechselnden lokalen Veranstaltern – Impulse für die weitere Arbeit vor Ort zu liefern, in Mainz aufgegangen ist. Der Dank des KJF geht deshalb an den Mainzer Co-Veranstalter medien.rlp – das Institut für Medien und Pädagogik. Das Bundes.Festival.Film. verabschiedet sich von Mainz und wird in den nächsten zwei Jahren in Hildesheim gastieren.

Phan Thieu Hoa Nguyen (im Bild ganz rechts)

Phan Thieu Hoa Nguyen (im Bild ganz rechts)

Publikumspreis vergeben
Neben den 27 Jurypreisen waren die Festivalgäste aufgerufen, ihren Favoriten aus allen Filmbeiträgen des Veranstaltungswochenendes zu wählen und einen Publikumspreis zu vergeben. Die Wahl fiel auf: „In meiner Frühlingsrolle“, von Phan Thieu Hoa Nguyen (Hildesheim, Niedersachsen, 22 Jahre, 7.38 Min.) – eine biografische Erzählung über das Aufwachsen zwischen zwei Welten – der deutschen Gesellschaft und den vietnamesischen Eltern.

Ihre Meinung