„Die unendliche Geschichte“ ist Hit in USA


„Die unendliche Geschichte“ – beliebtester deutscher Film in den USA. SurveyMonkey wollte von den Befragten wissen, welche der zehn erfolgreichsten deutschen Filme auf dem amerikanischen Markt sie gesehen haben und was sie von ihnen halten. Auf Platz 1: „Die unendliche Geschichte“ (1984). Die Verfilmung von Michael Endes Bestseller haben fast zwei Drittel (59,8 Prozent) gesehen. Die Abenteuer von Bastian und dem Glücksdrachen Fuchur mögen 67,5 Prozent des amerikanischen Publikums. Bei der Reichweite liegt „Die unendliche Geschichte II – Auf der Suche nach Phantásien“ (1991) auf dem zweiten Platz: 44,5 Prozent der Amerikaner haben ihn gesehen. Doch bei der Beliebtheit gibt es nur einen vierten Platz. Knapp die Hälfte (49,5 Prozent) finden Bastians zweite Reise zur kindlichen Kaiserin gut.

Doch Rennschnecken, Felsenbeißer und Co. werden von fliegenden Untertassen in Sachen Beliebtheit ausgestochen. „Erinnerungen an die Zukunft“ (1970), die Verfilmung des gleichnamigen Buches des Ufologen Erich von Däniken, belegt mit 54,6 Prozent den zweiten Platz bei den beliebtesten deutschen Filmen in den USA, knapp gefolgt von „Das Boot“ (1982). Das Weltkriegsdrama von Wolfgang Petersen hat mit 52,5 Prozent Bronzestatus bei den Amerikanern, wenn es um die Beliebtheit geht. Und hier die Top 3 der meist gesehenen und beliebtesten deutschen Filme in den USA:

Meist gesehen

Die unendliche Geschichte: 59,8 Prozent
Die unendliche Geschichte II: 44,5 Prozent19385081.jpg-r_640_600-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxx
Erinnerungen an die Zukunft: 42,8 Prozent
Beliebt

Die unendliche Geschichte: 67,5 Prozent
Erinnerungen an die Zukunft: 54,6 Prozent
Das Boot: 52,5 Prozent

Ein Oscar macht noch keinen Publikumsliebling

Interessant ist das Abschneiden von „Das Leben der Anderen“ (2007). Der Film über die Allmacht der Stasi erhielt zwar einen Oscar, doch nur knapp ein Viertel (22,8 Prozent, Platz 8) der Amerikaner hat ihn überhaupt gesehen und mehr als einem Drittel (38,4 Prozent, Platz 8) von ihnen hat er gefallen.

Ein Außerirdischer räumt ab

Und wie sieht es mit den zehn erfolgreichsten US-Filmen aller Zeiten aus? Da ist „E.T. – Der Außerirdische“ (1982) die unangefochtene Nummer 1 beim US-Publikum. 91,7 Prozent aller Amerikaner haben sich den Versuch des liebenswerten Außerirdischen, nach Hause zu telefonieren, angesehen. Und 86,4 Prozent mochten den Film. Nur knapp hinter „E.T.” sind „Titanic“ (1997) mit 90,7 Prozent (Platz 2) und Star Wars (1977) mit 90,5 Prozent (Platz 3) die Filme in den USA, die am häufigsten gesehen wurden. Bei der Beliebtheit tauschen Star Wars und Titanic die Plätze: über 80 Prozent (82,9 Prozent, Platz 2) der Amerikaner, die beide Filme gesehen haben, finden epische Weltraumschlachten und Kämpfe mit dem Laserschwert besser als das Untergangsdrama des Luxusdampfers (75,5 Prozent, Platz 3). Hier die Top 3 im Detail:

Meist gesehen

E.T.- Der Außerirdische: 91,7 Prozent
Titanic: 90,7 Prozent
Star Wars: 90,5 Prozent
Beliebt

E.T.- Der Außerirdische: 86,4 Prozent
Star Wars: 82,9 Prozent
Titanic: 75,5 Prozent

Schneewittchen schlägt Prinzessin Leia bei den amerikanischen Frauen

Die unterschiedlichen Vorlieben von Männern und Frauen in den USA führen zu interessanten Ergebnissen. So belegt Star Wars (1977) eindeutig den 1. Platz bei den amerikanischen Männern. Er ist bei ihnen der meistgesehene (93,9 Prozent) und Schneewitchen und die sieben Zwergebeliebteste Film (87,5 Prozent). Bei den Frauen spielt Star Wars eine kleinere Rolle. Hier wird Prinzessin Leia von Schneewittchen geschlagen. Über 90 Prozent (90,5 Prozent) der amerikanischen Frauen haben den Disney-Trickfilm „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ (1937) gesehen und er belegt somit Platz 3. Star Wars erreicht mit 87,8 Prozent nur den 5.Platz. Schneewittchen wurde nicht nur häufiger gesehen, sie ist auch die Lieblingsprinzessin der amerikanischen Frauen: 79,7 Prozent mögen die Märchenprinzessin und 78,3 Prozent die taffe Gefährtin von Luke Skywalker und Han Solo. Schneewittchen landet somit auf Platz 2 bei den beliebtesten Filmen der US-Frauen und Leia nur auf Platz 4.

Streaming-Dienste stehlen Kino die Zuschauer

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Streaming-Dienste wie Netflix nehmen dem Kino in den USA die Zuschauer weg. 38,0 Prozent der befragten Amerikaner geben an, dass sie aufgrund der Streaming-Dienste weniger häufig ins Kino gehen. Vor allem amerikanische Frauen (41,6 Prozent) und junge Amerikaner zwischen 18 und 29 Jahren (45,2 Prozent) schauen Filme lieber zu Hause, als sich auf den Weg ins nächste Kino zu machen. Diese Tendenz spiegelt sich auch in der Anzahl der monatlichen Kinobesuche wieder. Fast zwei Drittel (63,6 Prozent) der befragten US-Bürger haben angegeben, weniger als einmal im Monat ins Kino zu gehen. Nur jeder Fünfte (20,1 Prozent) rafft sich überhaupt noch einmal pro Monat dazu auf, wegen eines Films ein Kino zu besuchen. Wahrscheinlich erleben wir durch die Streaming-Dienste gerade eine technische und kulturelle Revolution, wie die Zuschauer vor 120 Jahren bei der Filmvorführung der Brüder Lumiére.

Vor 120 Jahren wurde das Kino geboren. Der Geburtsort: Paris. Die Geburtshelfer: die Brüder Lumière. Am 28.12.1895 haben die beiden Franzosen zum ersten Mal Filme vor einem zahlenden Publikum gezeigt. Es waren nur zehn Kurzfilme mit einer Gesamtlänge von 25 Minuten, doch sie lösten eine Revolution aus. Ohne die beiden Franzosen gäbe es keine Kinos, kein Hollywood und kein Popcorn. Doch wie schlägt sich der deutsche Film in den Vereinigten Staaten, dem Mutterland der Blockbuster? Welche Filme „Made in Germany“ kennen und mögen die Amerikaner? Und welche Bedeutung hat das Kino seit dem Boom von Streaming-Diensten noch in den USA? Diesen und anderen Fragen ist das führende Online-Umfrageunternehmen SurveyMonkey, www.surveymonkey.de, in einer repräsentativen Befragung unter 1.064 US-Amerikanern nachgegangen.

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