Digitalisierungsförderung: FFA-Treuhandmodell erfolgreich abgeschlossen


Das FFA-Treuhandmodell, über das die finanzielle Beteiligung der Verleiher an der Digitalisierungsförderung der so genannten Kriterienkinos sichergestellt wurde, ist erfolgreich abgeschlossen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH hat jetzt einen Prüfbericht vorgelegt und die zweckgebundene Verwendung der von den Verleihunternehmen nach der Treuhandvereinbarung geleisteten Zuschüsse an die FFA beanstandungsfrei bestätigt.

Die Digitalisierungsförderung war im Februar 2011 gemeinsam von FFA, Bund und Ländern aufgenommen worden. Ziel war es, vor allem umsatzschwächeren Kinos die Möglichkeit zu geben, ihre bis dahin analoge Filmprojektion auf digitales Abspiel umzustellen. Die zur Verfügung gestellten Fördermittel in Höhe von rund 80 Mio. Euro waren zu gleichen Teilen von FFA, Bund und Ländern sowie den Verleihern aufgebracht bzw. garantiert worden. Mit den Verleihfirmen hatte sich die FFA im Vorfeld jedoch darauf verständigt, bei der Auszahlung der Verleiherbeiträge in Vorleistung zu gehen. Von den Verleihern hatten sich 85 Unternehmen verpflichtet, über eine so genannte Virtual Print Fee (VPF) beim Einsatz von digitalen Filmkopien in einen Digitalisierungs-Fonds einzuzahlen, der von der FFA treuhänderisch verwaltet und an die Kinos ausgezahlt wurde. Insgesamt waren der FFA 1.108 Filme mit 26.334 VPF-pflichtigen Einsätzen gemeldet worden.

Insgesamt hatten die Kinobetreiber für 702 förderberechtigte Leinwände einen Vertrag mit der FFA nach dem Treuhandmodell unterzeichnet. Mit Abschluss der Fördermaßnahmen war ihnen eine Gesamtsumme von 7,5 Mio. Euro ausgezahlt worden.

 

FFA vergibt rund 2,9 Mio. Euro Kinoförderung

Die höchsten Förderungen mit jeweils 200.000 Euro sprach die Kommission den Carolinenhofkinos im ostfriesischen Aurich zu, wo der Neubau eines Kinocenters mit sechs Sälen geplant ist, sowie einem Erweiterungsbau im Kinopolis Koblenz. Darüber hinaus bewilligte die FFA rund 2,2 Mio. Euro für 106 Modernisierungsmaßnahmen. Beratungsmaßnahmen wurden in sechs Fällen mit zusammen 14.680 Euro unterstützt. Acht Kinos erhalten einen Zuschuss in Höhe von insgesamt 56.564 Euro für Maßnahmen zur Barrierefreiheit, die von der FFA mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent gefördert werden.

Im Rahmen der Förderung des Kurzfilms als Vorfilm wurden für 118 Anträge insgesamt 151.591 Euro bewilligt. Erstmals konnten mit Inkrafttreten des neuen FFG auch eigenständige Kurzfilmprogramme gefördert werden: Hier vergab die Kommission 34.952 Euro an 24 Kinobetreiber, die für insgesamt 35 Programme Förderung beantragt hatten.

Förderung im Detail:

Die nächste Sitzung der Kinokommission findet am 6. Juli 2017 statt, Antragsfrist für diese Sitzung ist der 7. April 2017.

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