Erstmals Humanistischer Kurzfilmpreis verliehen

Auf dem Deutschen HumanistenTag in Nürnberg wurde erstmals der Humanistische Kurzfilmpreis verliehen. Mehr als 60 Filmschaffende hatten ihre Werke zu dem Thema „Humanismus und die Suche nach dem Glück“ eingereicht. Mit ihren Dokumentationen, Animationsfilmen, Musikvideos, kleinen und nicht ganz so kleinen Geschichten hatten sie sich in den Kategorien AmateurInnen, Studierende und Profis beworben. Über Preisgelder in Höhe von insgesamt 9000 Euro dürfen sich fünf Filmemacher freuen.

Der Humanismus, der den aufgeklärten Menschen, sein Denken und sein Wohlergehen in den Mittelpunkt stellt, sei „ohne die künstlerische Auseinandersetzung mit den großen philosophischen Fragen nicht denkbar“, erklärt Michael Bauer, Jurymitglied und Geschäftsführer der Deutsche HumanistenTag gGmbH, die den Deutschen HumanistenTag veranstaltete. Die eingereichten Arbeiten legten beredt Zeugnis davon ab, dass humanistische Ansätze immer mehr an Bedeutung gewinnen. In der Filmjury saßen neben Michael Bauer die Regisseurin Claudia Heindel („Lucky Seven“) sowie die Kommunikationsdesignerin Gepa Schwickerath.

Die Berliner Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin Katharina Lehmann (Foto) gewann in der Kategorie Profis mit ihrem Debütfilm „Du bist da“, in dem sie die Hauptrolle spielt und für den Sie auch die Filmmusik eingesungen hat. Das Werk widmet sich dem Thema Sterbehilfe.

Die Kategorie Studierende gewann der griechische Filmemacher Aristotelis Maragkos mit seinem Film „Makaraismoi“ („Seligpreisungen“). Kostas, ein Arzt an der Schwelle zum Ruhestand, fragt sich: Was soll ich mit meinem Leben noch anfangen?
Lisa Zielke gewann mit dem Musikvideo „Mach sauber“ für die Band Guaia Guaia die Kategorie AmateurInnen. Der Film thematisiert Rassismus, jedoch nicht ohne Komik und Augenzwinkern.

Einen Ehrenpreis vergab die Jury an Julien Biere und Brigitte Weidmann. In ihrem Dokumentarfilm „Ich habe mich schon immer gefragt, wofür ich lebe“ geben 24 ältere Menschen Antworten zu drei Fragen ihres Lebens: Zu ihren Glauben bzw. Unglauben, was ihrem Leben Sinn gibt und was Glück für sie ist.

Ihre Meinung