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Kottan ermittelt wiederInspektor gibt’s kan? Irrtum! Produktionsnews
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Freitag - 10. Dezember 2010 - 22:07
27 Jahre nach der letzten Ausstrahlung der Kottan-Folge im Fernsehen lässt Regisseur Peter Patzak Kottan, Schrammel, Schremser, Präsident Pilch und Co. wieder auferstehen. KOTTAN ERMITTELT war ein Lichtblick in den endlosen Weiten österreichischer TV-Ödnis. Vom Autor Helmut Zenker als ernst gemeintes Sittenbild der heimischen Polizei konzipiert, entwickelte sich die Serie unter der Regie von Peter Patzak zum österreichischen Satire-Kult. Verstört bis aggressiv ablehnend reagierten viele auf die ungewohnte Fernsehkost, die ihnen 1976 erstmals mit „Kottan ermittelt“ serviert wurde.
Exekutivbeamte die ihre Macht anmaßend demonstrieren, ein korrupter, selbstverliebter Polizeipräsident? Das als Protest gedachte befreiende Lachen über bislang unangreifbare Institutionen ging so manchem zu weit.
Viele sahen das Ansehen ganzer Berufsstände, ja sogar die österreichischen Nation in Gefahr. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der öffentlich Bediensteten verlangte wegen „Diffamierung der Polizei“ die Einstellung der Serie. Während einer Parlamentssitzung 1976 wurde angefragt, ob Peter Patzak sein Berufsbild überhaupt ausüben dürfe. Beim ORF liefen die Telefone heiß. Die Anrufer sprachen von einer „Schande Österreichs“, von einem „sprachlich primitiven Analprogramm“, „Terrorismus“ und „Landesverrat“.
INHALT: Rien ne va plus – Nichts geht mehr in der Wirtschaft. Die Welt ist ein finsteres Loch aus Krisen und Konkursmassen. Doch im Polizeiapparat hat jeder Aufstiegsphantasien. Nur Major Adolf Kottan (Lukas Resetarits) nicht, denn der ist suspendiert. Auf unbestimmte Zeit. Als ihm aber aus heiterem Himmel eine Leiche aufs Autodach knallt, ist es mit dem Frieden vorbei. Neben dem Toten liegt eine Karte. Auf der steht „Rien ne va plus“ und auf der Rückseite sieben Familiennamen. Drei Morde in 24 Stunden – Polizeipräsident Heribert Pilch (Udo Samel) ist verzweifelt. Er fleht Kottan um Hilfe an. Schließlich will er ins Innenministerium aufsteigen. Da müssen Ermittlungserfolge her. Kottan lässt sich breit schlagen. Er übernimmt den Fall und damit ist klar: Kottan ermittelt wieder! Eine erste Spur führt zu einem Kreis von Geschäftsleuten, die an einem mysteriösen Pyramidenspiel beteiligt sind. Sieben Lebensmüde zahlen je 500.000 Euro ein, dafür bekommen sie die Namen ihrer Mitspieler. Ziel ist, zu töten bevor man selber getötet wird. Wer überlebt, bekommt den gesamten Einsatz. Dreieinhalb Millionen. „Rien ne va plus“ – Nichts geht mehr. Entweder tot oder Millionär. Der Kult-Kieberer* ist zurück. Die Legende lebt, der Schmäh rennt, und Kottan‘s Kapelle rockt ...
*Kieberer = österreichische Bezeichnung für Polizist
Quelle: panorama-entertainment.com
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