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Kinofest Lünen – Die Preisträger Festival
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Montag - 23. November 2009 - 21:18
Mit Fatih Akins SOUL KITCHEN ging heute Abend ein erfolgreiches, stimmungsvolles und äußerst lebendiges Kinofest in Lünen zu Ende. Mehr als 700 Gäste warteten in der auch im Jubiläumsjahr ausverkauften Preisverleihungsgala gespannt auf die Gewinner der Filmpreise mit Preis- und Sachgeldern in Höhe von 70.300 Euro. Der Schauspieler Peter Lohmeyer führte durch den kurzweiligen Abend, der mit einem Feuerwerk zu Ende ging.
Nach vier Tagen mit 58 Filmen, über 100 Gästen, glanzvollen Galas, intensiven Gesprächen mit Publikum und Filmemachern, zahlreichen ausverkauften Vorstellungen und mit 8.000 Zuschauern einer konstanten Auslastungszahl zeigt sich Festivalleiter Michael Wiedemann mehr als zufrieden. „Es gibt eine große Lebendigkeit und Neugierde bei den deutschen Filmschaffenden. Und Lünen beweist: das Publikum will deutsche Filme sehen, will Filme aus seiner Region sehen. Ich spüre ein großes ‚Weiter so!’“
Das Kinofestteam freut sich auf die nächste Ausgabe vom 11. – 14. November 2010 in Lünen. Lünen bleibt die Härte!
Publikumspreise
LÜDIA 2009
„Das Instrument braucht mehr Magie.“
Der mit 20.000 Euro dotierte Publikumspreis LÜDIA ging an den deutsch-österreichischen Dokumentarfilm PIANOMANIA. Lilian Franck und Robert Cibis begleiten Stefan Knüpfer, Cheftechniker und Meisterstimmer bei Steinway&sons. Das Lüner Publikum hatte sich entschieden: für einen Film über Perfektion, die Liebe zur Musik und ein kleines bisschen Wahnsinn. Die LÜDIA ist eine Bronzestatue des Lüner Künstlers André Irzykowski und zusätzlich zum Preisgeld erhalten die Preisträger die Untertitelung ihres Films und die Präsentation auf dem Partnerfestival „Berlin and Beyond“ in San Francisco.
ERSTE HILFE
Den Wettbewerb für kurze Kurzfilme konnte der Schauspieler Fabian Busch für sich entscheiden. Sein erster Kurz-Spielfilm EDGAR ist die Geschichte des gleichnamigen Rentners, der sich auf die Suche nach Arbeit macht und in einem Kaufhaus auf Ablehnung stösst. Das ist in dieser treffenden Erzählung über gesellschaftliche Befindlichkeiten aber noch lange nicht das letzte Wort. Der Preisträger erhält 1.600 Euro, gestiftet von den Lüner Apotheken DocMorris Münsterstraße und Glückauf Dr. Seibel. Außerdem erhält er eine von Holland Subtitling und Geman Films gesponserte Untertitelung und die Aufführung beim „Berlin & Beyond“ Festival in San Francisco.
ERSTER GANG
Den Wettbewerb für mittellange Filme gewann Hannes Treiber von der Hamburg Media School mit seinem Spielfilm FREIES LAND. Das Publikum favorisierte einen Film, der sensibel ein Stück DDR-Historie thematisiert: Sommer 1983. Der mecklenburgische Pfarrer Uwe traut sich, seine Ideale von Freiheit offen zu äußern, und gefährdet sich und seine Familie zunehmend. Den mit 1.600 Euro dotierten Preis stiften Lüner Gastronomen.
WESTFÄLISCHER FILMPREIS
Im neuen Wettbewerb für mittellange Filme aus NRW lag der Science Fiction Spielfilm 2012 in der Gunst des Publikums vorne. Der KHM Student Marcus Overbeck erhält für seinen engagierten Genrefilm über eine nicht allzu ferne Zukunft den mit 1.600 Euro dotierten Preis, gestiftet von der Stiftung Westfalen Initiative.
RAKETE Kinderfilmpreis
Das junge Lüner Publikum schenkte in diesem Jahr seine Gunst LIPPELS TRAUM. Die Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuch-Klassikers von Paul Maar ist ein Loblied auf die Kraft der Fantasie. Regisseur Lars Büchel erhält den mit 3.000 Euro dotierten Preis, der von Lüner Familien gestiftet wird.
RUHRPOTT
Gemeinsam mit unserem Medienpartner, den Ruhr Nachrichten, wurde in diesem Jahr erstmalig der RuhrPott vergeben, an dem die Filme aus der Reihe „Extrem Nah“ teilnahmen, Filme aus unserer Region. Das Publikum konnte beliebig viele Stimmkarten für jeweils 1 Euro erwerben – das Preisgeld aus dem Erlös der Stimmkarten wurde von den Ruhr Nachrichten auf 1.000 Euro aufgestockt und ging an das No-Budget-Splatter-Movie LIFELESS des Lüner Regisseurs Ralf Möllenhoff.
Jurypreise
PRODUZENTENPREIS
Der mit 25.000 Euro dotierte neue Preis für die beste Produktion wird von der Bavaria Film gestiftet. Er würdigt sowohl das Engagement als auch das wirtschaftliche Risiko von Produzenten. Er stellt ausdrücklich die Gesamtleistung aller an der Filmproduktion beteiligten Filmschaffenden in den Mittelpunkt und möchte den Preisträger ermutigen, in der gleichen Teamkonstellation weitere Projekte zu realisieren. Im Rennen waren alle Filme, die am LÜDIA Wettbewerb teilnahmen. Der Preis ging an MENSCH KOTSCHIE von Norbert Baumgarten. Die bildgewaltige Tragikomödie erzählt die Geschichte des Architekten Jürgen Kotschie, den die Midlife Crisis an seinem 50. Geburtstag auf ganz eigene Weise ereilt.
SCHÜLERFILMPREIS 10+
Auf die Kinder- und Jugendfilme des Programms warfen auch in diesem Jahr fünf Schüler des Kreises Unna einen kritischen Blick. Das Preisgeld von 2.500 Euro sprachen Lioba Fischer, Leon Gesecus, Lorenz Kurdow, Lena Marie Skok und Pia Tillmann dem Film LIPPELS TRAUM von Lars Büchel zu. Die Geschichte vom elfjährigen Philipp, genannt Lippel, und seiner Reise vom verregneten Passau ins mittelalterliche Morgenland fand die junge Jury „extrem lustig und spannend“. Sie liebten die Haupt- und Nebendarsteller – allen voran Karl Alexander Seidel, Anke Engelke und Moritz Bleibtreu und schlossen: „Man kann den Film noch sehr oft sehen und findet ihn doch immer wieder toll.“
SCHÜLERFILMPREIS 16+
Die Jury 16+ vergab den Schüler-Filmpreis des Kreises Unna an den Dokumentarfilm ALIAS von Jens Junker. Lennart Popp, Lena Ritter, Rebecca Rais, Lisa-Sophie Adam, Valentin Röttger und Enno Stemmerich zeichnen einen Film aus, der die hartnäckige Suche eines jungen Mannes nach seinem Vater dokumentiert. Sein Weg führt von Castrop-Rauxel in den Libanon, ihn begleiten alte Dias und Super8-Aufnahmen einer scheinbar heilen Familie. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird ebenso wie der Preis der Jury 10+ vom Landrat des Kreises Unna, Michael Makiolla, gestiftet.
PREIS FÜR DIE BESTE FILMMUSIK
Um den Stellenwert der Musik im Film zu unterstreichen, vergab zum dritten Mal eine Fachjury den Preis für die beste Filmmusik. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert, gestiftet von der Lüner Kanzlei Skok. Die Filmkomponisten Karim Sebastian Elias und Dieter Schleip sowie der Regisseur Peter Timm zeichnen den Dokumentarfilm ANNE PERRY - INTERIOUS von Dana Linkiewicz aus.
BERNDT-MEDIA-PREIS
Seit 2001 stiftet der Bochumer Berndt-Media-Verlag den Preis für den besten Filmtitel, um die Bedeutung des Titels für die Vermarktung und Akzeptanz eines Kinofilms zu betonen. Der Preis ist mit Marketingleistungen im Wert von 5.000 Euro dotiert. Die Jury-Mitglieder Sabine Holtgreve (Producerin), Oliver Baumgarten (Filmpublizist) und Torsten Regelin (Produzent) haben den Film MENSCH KOTSCHIE von Norbert Baumgarten ausgezeichnet.
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