Bundesfestival VideoHappy End in Gera Festival
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Montag - 18. Juni 2012 - 13:17
Am Sonntag ging mit der feierlichen Preisverleihung im Konzertsaal des Großen Hauses in Gera das diesjährige Bundesfestival Video zu Ende. Seit Freitag hatten die 35 nominierten Filmemacher ihre Produktionen der Jury und dem Publikum präsentiert. Während der zweistündigen Preisverleihung wurden insgesamt 31 Preise in den beiden Wettbewerben Deutscher Jugendvideopreis und Video der Generationen an die „Besten der Besten“ überreicht. Mehr als 500 Teilnehmer und Besucher waren für drei Tage Gast beim wichtigsten Festival für Nachwuchsfilmer.
Über 8.000 Filmemacher aus ganz Deutschland hatten in diesem Jahr über 700 Filme eingereicht und damit erneut die Bedeutung der Bundeswettbewerbe unterstrichen. Inhaltlich bildeten die vorgelegten Produktionen die gesamte Bandbreite jugendkultureller und gesellschaftspolitischer Fragen ab – etwa Fragen nach dem Sinn und den Perspektiven des Lebens ganz allgemein, des Umgangs mit demenzkranken Patienten oder der Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die weiter gewachsene Professionalität in der filmtechnischen Umsetzung werten die Preisstifter, Initiatoren und Veranstalter der Bundeswettbewerbe als Indiz für die ungebrochene Attraktivität des Filmemachens – nicht zuletzt im Nachwuchs- und Amateurbereich.
Der Publikumspreis im Wettbewerb Video der Generationen ging an:
KALP UNUTMAZ – DAS HERZ VERGISST NICHT
Yasemin Markstein, Ayla Yildiz
22 und 20 Jahre, Wuppertal, Nordrhein-Westfalen, 56 Min.
Jury: Bei Demenzerkrankungen lässt das Gedächtnis nach – aber das Herz vergisst nicht. Das spürt man in diesem intensiven Dokumentarfilm, der auch vom Austausch zwischen den Generationen handelt; von einem Austausch, der von zärtlichem Umgang geprägt ist. Ayla Yildiz und Yasemin Markstein haben sich dem schwierigen Thema der Pflege von an Demenz erkrankten Menschen in einer gelungenen Mischung aus Nähe und Distanz genähert. Ihr faszinierender Blick auf innerfamiliäre Strukturen in türkischen Familien erzeugt Empathie und Nachdenklichkeit, bringt auch die Probleme für die Angehörigen deutlich zur Sprache und spart weder Kritik an unserem Gesundheitssystem noch an tradierten Rollenmustern aus.
Der Publikumspreis im Wettbewerb Deutscher Jugendvideopreis ging an:
TESTFAHRER
Florian Arndt, Filmfabrik Mühlhausen
18 - 21 Jahre, Mühlhausen, Thüringen, 23.39 Min.
Jury: Volkmar Kirschbaum ist 69 Jahre alt, Rollstuhlfahrer und chronisch krank. In dem sensiblen Porträt des Filmemachers Florian Arndt erzählt er über sein Leben und die Schicksalsschläge, die ihn geprägt haben. Dem Film gelingt die Gratwanderung, zu berühren und doch nie sentimental zu werden. In kürzester Zeit schneidet der Film so vielfältige Themen wie Leid, Sexualität, Freude und Nachbarschaft an und gibt so nach und nach einen Einblick in ein facettenreiches Leben, das von einer unglaublichen Lebensfreude geprägt wird.
Das Bundesfestival Video 2012 fand vom 15. bis 17. Juni 2012 in der Otto-Dix-Stadt Gera statt. Partner des Festivals waren das Kindermedienland Thüringen (vertreten durch das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit und die Thüringer Staatskanzlei), die Thüringer Landesmedienanstalt in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Gera, die Stadt Gera sowie die Deutsche Kindermedienstiftung Goldener Spatz.
Quelle: kjf.de / jugendvideopreis.de /
video-dergenerationen.de
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