The Rising


Anno 2057. Die Menschheit lebt in Bunkern tief unter der Erde. Die Atmosphäre ist beinahe vollständig zerstört. Nur speziell geschaffene Klone können an der Erdoberfläche existieren. Sie bewegen sich auf festen Routen. Sie folgen alle einem einzigen Programm. An dessen Ende steht ihre Entsorgung. Lee ist ein solcher Klon. Seine Existenz ist kalt, düster, eintönig und einsam. Bis zu jenem Tag…

Titel des Films: The Rising. Ein post-apokalyptischer Kurzfilm aus Berlin.
Genre: Sci-FI
Jahr: 2012
Länge: 13 Min.

RegieSebastian Mattukat

KameraJakob Ebert

ProduzentMario Koch, Claudio Gasperi

Produktionsfirma: steppefilm / milagro produktion

Schnitt: Anne Kristina Kliem

Musik: Tobias Voigt

Alle weiteren Infos auf der Offiziellen WebsiteTHE RISINGIn THE RISING folgen wir der Geschichte des Klons LE-E-003976 (LE-E), der bei einer Forschungsmission in den toxischen Wäldern einer zerstörten Umwelt unfreiwillig zwischen die Fronten einer aufkeimenden Rebellion gerät und so hinter die grausame Wahrheit seiner Bestimmung kommt. Zu Beginn des Films beobachten wir LE-E bei seinem alltäglichen Überlebenskampf in dem unbarmherzig kalten, lebensfeindlichen Waldgebiet, das er einsam durchstreift. Mühselig zieht LE-E seinen mit technischem Gerät bepackten Wagen hinter sich her. Die Medikamente, die er regelmäßig zu sich nimmt erleichtern ihm nur für kurze Zeit das Atmen in der giftigen Atmosphäre. Allmählich gehen seine Vorräte an künstlicher Nahrung zur Neige. Zum Glück lässt der gerade geschmolzene Schnee Pfützen zurück, aus denen er trinken kann. Alle 4 Stunden muss sich LE-E über einen Funk-Code im tief unter der Erdoberfläche gelegenen Zentralbunker zurückmelden. Von hier aus hatten ihn die Forscher auf seine Mission geschickt. Seither sammelt er an der Oberfläche Proben und Daten der toxischen Umwelt. LE-E kennt nichts anderes als diese Mission – und den instinktiven Willen zu überleben. Gerade als LE-E eine seltene Pilz-Probe einsammeln will, entdeckt er im Augenwinkel eine schemenhafte Gestalt. Es ist der erste Kontakt für LE-E mit einem anderen Lebewesen seit Beginn seiner Mission vor vielen Wochen. Doch genauso schnell wie sie erschienen ist, ist die Gestalt auch wieder im Dickicht der Wälder verschwunden. Da trifft LE-E eine folgenschwere Entscheidung. Er verlässt seinen Wagen und folgt den Spuren des Fremden. Denn eine Ahnung macht sich in ihm breit, die ihn alles andere vergessen lässt: Vielleicht ist er nicht allein. Dabei vergisst LE-E jedoch auch, dass es Konsequenzen haben wird, wenn er sich nicht rechtzeitig im Zentralbunker zurückmeldet. Während er vorsichtig die verbotenen Zonen des Waldes auf der Suche nach dem Fremden durchquert, hat sich auch längst ein schwer bewaffneter Suchtrupp mit Atemmasken auf den Weg gemacht, um LE-E abzufangen. Endlich entdeckt LE-E den Fremden auf einer Lichtung. Von seinem Versteck aus kann er nun erkennen: Der Fremde gleicht ihm wie sein eigenes Spiegelbild. Doch in diesem Moment erreicht auch der Suchtrupp die Lichtung und LE-E muss mit ansehen, wie sein Ebenbild erschossen wird. Geschockt flüchtet LE-E zurück in den Wald. Doch der Suchtrupp bemerkt ihn und eine gnadenlose Hetzjagd beginnt. In Panik rennt LE-E auf den Waldrand zu – und kommt zu Fall. Als er die Augen öffnet, erkennt er, dass er beinahe in ein Massengrab gefallen wäre. Erschossen und notdürftig unter Plastikplanen verscharrt, liegen mehrere seiner Ebenbilder tot vor ihm auf dem Boden. Noch kann LE-E nicht ganz begreifen, dass alle Klone hier nach ihren Außeneinsätzen entsorgt werden. Mit letzter Kraft rafft sich LE-E auf und rennt weiter. Als er erneut stürzt und der Suchtrupp direkt hinter ihm auftaucht, scheint es keinen Ausweg mehr zu geben. Da erscheinen aus den Tiefen des Waldes drei bewaffnete Klone. Über LE-E‘s Kopf hinweg liefern sie sich ein Feuergefecht mit den Söldnern des Suchtrupps und töten sie schließlich. Erst allmählich erschließt sich LE-E das große Bild und er erkennt, dass er in die ersten Wellen einer aufkeimenden Rebellion geraten ist. Zum ersten Mal kann er über seinen weiteren Weg frei entscheiden – und entscheidet sich gegen die Einsamkeit, indem er seinen Brüdern folgt.

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